Vortragsprogramm 2018-2019 - Thema: Grenzen überschreiten

Wann: Daten siehe unten, jeweils von 18:15 bis 19:30 Uhr

Wo: Geographisches Institut, Hallerstrasse 12, 3012 Bern

Raum: Grosser Hörsaal 001 im Parterre (Ausnahmen sind vermerkt im Programm)

Programm gesamt (pdf)

Google-Kalender mit Terminen der Vortragsreihe (URL)

Google-Kaltendereinträge zum Herunterladen und einbinden in privaten Kalender (.ics)

 

Ausnahme: Der Vortrag vom 29. Januar 2019 findet im Alpinen Museum Bern statt!

2. Oktober 2018
Berichte der Feldkurse: Island und Alpen

Studierende des Geographischen Instituts Bern

Feldkurse als integrativer Bestandteil des Geographie-Studiums sind eine wertvolle Möglichkeit, Geographie hautnah zu «erfahren». In Kurzbeiträgen stellen Studierende ihre Erlebnisse und Erfahrungen vor, die sie in diesem Sommer im Feld gemacht haben.
Mit anschliessendem Apéro, gespendet vom Geographischen Institut.

16. Oktober 2018
Umweltleistungen von Ernährungssystemen in Kenia und Optionen für ihre Verbesserung

Prof. Dr. Chinwe Ifejika Speranza, Geographisches Institut, Universität Bern

Gibt es Grenzen für die Umweltverträglichkeit in der Nahrungsproduktion?

Ernährungssysteme zwischen Produktivität und Umweltverträglichkeit. Haben «kleinräumige» Ernährungssysteme geringere Umweltauswirkungen als «grossräumige»? Anhand von Fällen aus Kenia werden Umweltauswirkungen der Nahrungsmittelproduktion und mögliche Ansätze zu verbesserten Praktiken und Governance aufgezeigt.

 

30. Oktober 2018
Antarktis – Wie Tiere Grenzräume des Lebens meistern

Frau Holm wird über die Antarktis sprechen, nicht über die Arktis, wie fälschlicherweise im verschickten Programm geschrieben steht.

Prof. Dr. Patricia Burkhardt-Holm, Umweltwissenschaften, Universität Basel

Anthropogene Schadstoffe finden sich heute überall, auch an den Polen. Die lipophilen, schwer abbaubaren Chemikalien reichern sich in Lebewesen an. Die stark an ihren extremen Lebensraum angepassten Eisfische der Antarktis sind nicht wesentlich weniger belastet als die Fische unserer Breiten. Zudem bauen sie einige Schadstoffe langsamer ab als die bei uns heimischen Forellen.

13. November 2018
Grenzenlos versorgt? – Lokale und globale Perspektiven auf den Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen 

Prof. Dr. Susan Thieme, Geographisches Institut, Universität Bern

Der Mangel an Fachkräften im Gesundheitswesen ist wie in den meisten Regionen der Welt auch in der Schweiz eine Herausforderung.

Die Ausstellung ‹Die weisse Gefahr› widmet sich den unterschiedlichen Facetten im Umgang- tersportregionen bis hin zur Herausbildung einer professionellen Rettung in der Schweiz.

Der Vortrag verbindet die Schweizer Sicht mit einer globalen Perspektive und fragt: Warum und wo gibt es Engpässe von Personal? Welche Rolle spielt Migration in der Anwerbung von Fachkräften? Welche politischen Reaktionen gibt es? Was sind regionale Auswirkungen? Und welche Sichtweise vertreten Fachkräfte oder ein betroffenes Spital?

27. November 2018
Transnationale Peace Parks im südlichen Afrika – ein Konzept für grenzüberschreitende Kooperationen?

Prof. em. Dr. Doris Wastl-Walter, Universität Bern/Klagenfurt

Im südlichen Afrika gibt es eine Reihe von Peace Parks mit dem Ziel eines Netzwerks von grenz-überschreitenden Schutzgebieten. Dabei möchte man nicht nur gefährdete Arten und Ökosys-teme erhalten, sondern auch die lokalen Gemeinden fördern.

Bei einer mehrmonatigen Feldarbeit im Sommer 2017 wurde der Frage nachgegangen, wieweit diese Ziele erreicht wurden und ob dieses Konzept auch in andere Grenzräume übertragbar wäre.

11. Dezember 2018
Korea – An der letzten Grenze des kalten Krieges

Urs Gerber, Divisionär a.D., Schüpfen

Die Teilung Koreas vom August 1945 war Auslöser des Koreakriegs 1950 –1953, der mit einem militärischen Waffenstillstand beendet wurde; diese Demarkationslinie gilt bis heute. Experten bezeichnen Korea als den derzeit gefährlichsten Hotspot auf unserem Planeten. Hier leistet die Schweizer Delegation der Neutral Nations Supervisory Commission (NNSC) seit 1953 Dienst zur Überwachung  des  Waffenstillstandsabkommens.

Urs Gerber war von Februar 2012 bis August 2017 als Leiter der Schweizer NNSC Delegation in Panmunjom direkt an der Konfrontationslinie tätig.

15. Januar 2019
Die Grenzen der Nation als Grenzen der Nationalgeschichte

Überlegungen zu einer zeitgemässen Geschichte der Schweiz

Prof. Dr. André Holenstein, Historisches Institut, Universität Bern

Die Gattung der Nationalgeschichte hat die wissenschaftliche Geschichtsschreibung des 19. und des 20. Jahrhunderts stark geprägt. Im Zeitalter der Nationalbewegungen und des Nationalis- mus befriedigte sie das Bedürfnis nach Legitimation der Eigenstaatlichkeit und nach Stiftung einer kollektiven nationalen Identität.

Der Vortrag will am Beispiel der Schweizer Geschichte zeigen, wie sehr das Denken in den Ka- tegorien des Nationalen und in den Grenzen des Nationalstaates den Blick auf die Geschichte der Schweiz verengt und dabei elementare Aspekte der Verflechtung des Landes mit seinem europäischen Umfeld ausgeblendet werden.

29. Januar 2019
Die weisse Gefahr – Umgang mit Lawinen in der Schweiz

Ausstellungsbesuch im Alpinen Museum, mit Führung

Ort: Alpines Museum, Helvetiaplatz, Bern, 18.15 – 19.00 Uhr

Die Lawine ist eine zerstörerische Naturgewalt, unberechenbar und bedrohlich. In den steilen Alpentälern hat sich über die Jahrhunderte grosses Wissen über den Umgang mit Lawinen ent- wickelt, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Die Ausstellung ‹Die weisse Gefahr› widmet sich den unterschiedlichen Facetten im Umgang mit Lawinen, von den Verbauungen an steilen Felswänden, über die Risikoeinschätzung in Win- tersportregionen bis hin zur Herausbildung einer professionellen Rettung in der Schweiz.

5. Februar 2019
Forschung an der Grenze des Gebirgspermafrosts

Prof. Dr. Reynald Delaloye, Physische Geographie, Universität Freiburg

Die untere Grenze des Vorkommens von Permafrost liegt in etwa bei 2600 m.ü.M. in den Alpen, schwankt aber stark je nach Orientierung, Hangsteilheit, Gestein oder Schneebedingungen. Durch Druck bewegen sich gefrorene Schuttmassen und bilden typischerweise Blockgletscher, ein morphologisches Symbol der periglazialen Gebirge. Die Klimaerwärmung verursacht eine Erwärmung des Permafrosts. Die Blockgletscher bewegen sich heute daher schneller als vor 30 Jahre. Diese thermische Entwicklung und die Folgen für die Stabilität von Gebirgsflanken in verschiedenen Gebirgsketten der Welt sind Gegenstand des Vortrags.

Archiv Vorträge
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